Friedhof Verhalten für Hexen

Friedhof Verhalten für Hexen sind erweiterte Verhaltensregeln für alle, die mit den Geistern der Toten arbeiten wollen.

In diesem Artikel beschreibe ich Regeln für das richtige Friedhof Verhalten für Hexen, vor allem für die Arbeit auf dem Friedhof oder dem Holen von Graberde. Rund um Samhain finden viele Feste zur Ehrung der Ahnen und Toten statt, viele Menschen besuchen einen Friedhof oder ein Grab.

Auch Wiccas und Hexen suchen in diesen Tagen die Ruhe der Friedhöfe um sich mit dem Thema Tod auseinanderzusetzen. Manche sammeln auch Graberde für Rituale. Wichtig ist dabei für alle, sich auf einem Friedhof korrekt und angemessen zu verhalten. Doch was heißt das für eine Hexe oder Wicca abseits der normalen Verhaltensregeln?

Friedhof Verhalten für Hexen

Wie gesagt, zum Einen gibt es die ganz normale Friedhof-Etiquette. Verhalte dich ruhig, störe keine anderen Menschen, laufe nicht über die Gräber, lasse keinen Müll zurück, usw.

Natürlich gibt es schon seit Jahrhunderten bestimmten Volksglauben oder Aberglauben und Sprichwörter, was man tun oder nicht tun sollte, z.B . (dieser hier habe ich bei groveandgrotto.com gefunden)

  • Man soll Gräber nicht fotografieren oder mit dem Finger darauf zeigen (Wird wohl von ungefähr allen nicht eingehalten)
  • Man soll sich entschuldigen, wenn man über ein Grab steigt (Das macht man in Deutschland bei Reih und Glied glaube ich sowieso nicht)
  • Es bringt Unglück, wenn man etwas Neues, vor allem Schuhe, auf den Friedhof anzieht (Warum gerade Schuhe?)
  • Man soll auf dem Friedhof nicht pfeifen, sonst fordert man den Tod heraus
  • Münzen auf dem Grab zurücklassen ist ein Zeichen des Respekts
  • In der Nähe von Gräbern soll man nicht gähnen, sonst kann ein Geist in deinen Körper eindringen
  • Rosengeruch wenn keine Rosen in der Nähe sind, bedeutet dass ein freundlicher Geist in der Nähe ist
  • Wer etwas von einem Friedhof mitbringt, wird mehr zurückgeben müssen als er genommen hat

Natürlich fraglich, inwieweit dieser Volksglauben korrekt ist aber ich finde, jedes Sprichwort und jeder Aberglaube hat irgendwo einen wahren Kern.

Seit ich mich bewusster mit der Anderswelt, meinen Ahnen und mit Geistern beschäftige, also mich sozusagen als Hexe bezeichne, habe ich ein paar magische/okkulte Verhaltensregeln an die ich mich halte und die ich von verschiedenen erfahrenen Wiccas und Hexen zusammengesammelt habe:

Vor dem Betreten des Friedhofs

Jeder Friedhof ist anders, die Energie auf jedem Friedhof ist anders und die Geister auf jedem Friedhof sind anders. Manche Friedhöfe sind freundlich und hell, andere sich geheimnisvoll und still und wieder andere sind irgendwie gruselig und abstoßend. Dann soll man dort nicht sein. In diesem Fall betrete ich diese auch nicht, denn sie wollen von mir nicht gestört werden.

Jeder Friedhof hat einen unsichtbaren Wächter, der über die Grenzen und den Eingang des Friedhofs wacht, quasi wie ein Türsteher in einem guten Club 😉 . Das kann eine Figur auf dem Friedhof sein, die Energie ausstrahlt, manchmal ein Baum oder einfach eine Energie an den Eingangstoren. Wenn der Friedhof eine Atmosphäre ausstrahlt, wie oben erwähnt, die dich nicht willkommen heißt, dann ist es vielleicht auch ein Wächter, der keine Menschen dort haben will.

Fun Fact: Einige alte Volksgeschichten sagen, es ist die erste Person, die auf dem Friedhof begraben wurde und zurückbleiben muss um den Friedhof zu bewachen. Daher wurde früher häufig versucht, diese Regel auszutricksen und auf dem Friedhof zuerst eine Puppe oder ein Tier zu begraben.

Am Tor bleibe ich daher einen Moment stehen, stelle mich kurz vor und gebe Bescheid, was ich hier will, dass ich in Frieden komme und den Bewohnern nichts Böses will. Ich lasse etwas von meiner Energie am Tor und nehme dafür ein wenig Energie des Friedhofs auf und spüre, ob es zusammenpasst. Wenn ich eintreten darf, hinterlasse ich am Tor 3 Cent-Münzen als “Bezahlung” für einen sicheren Aufenthalt. Man kann auch andere Opfergaben, z.B. Essen, Getränke oder Blumen als Opfergaben mitbringen. Wichtig ist, dass es von Herzen kommt und ernst gemeint ist.

Ich bedecke meine Haare mit einem Schal oder einer Mütze. Man sagt, dass man auf einem Friedhof keine DNA hinterlassen soll, damit einem beim Verlassen keine bösen Geister folgen können. Und ich trage sicherheitshalber trotz der Kommunikation mit dem Wächter immer ein schützendes Amulett oder ein Säckchen mit schützenden Kräutern und Kristallen bei mir.

Auf dem Friedhof

Auf dem Friedhof fährt man am besten seine magischen Antennen aus und schaut, ob irgendetwas erledigt werden soll. Müll einsammeln oder Gräber säubern ist immer gern gesehen von allen Anwesenden. Vielleicht zieht dich ein Grab magisch an, dann nimm dir Zeit dafür, vielleicht möchte ein Geist eine Botschaft überbringen oder etwas Aufmerksamkeit an einem vernachlässigten Grab. Das dauert alles nur ein paar Minuten und dann kann man erledigen wofür man gekommen ist.

Ich hinterlasse auch immer eine kleine Opfergabe (Keks, ein Stück Kuchen oder Brot und etwas süßen Wein, z.B. Cider) an einem Baum abseits von den Gräbern für die Geister des Ortes, die nicht zu einem Grab gehören. Am besuchten Grab hinterlasse ich meistens eine kleine Opfergabe, etwas dass die Person dort gern mag und bringe Blumen, zünde Räucherstäbchen an etc.

Für viele Pagans und Hexen sind Friedhöfe Orte, zu denen sie gehen um mit ihren Göttern zu arbeiten, über den Kreislauf von Leben und Tod nachzudenken und zu meditieren und sich seiner eigenen Vergänglichkeit in der Anwesenheit der Toten bewusst zu werden.

Magische Arbeit auf dem Friedhof

Generell werden auf Friedhöfen gern alle Arten von magischer Arbeit verrichtet, weil sie meistens allein gelassen werden und ihre Energie daher reiner ist als andere Plätze in der Natur, die häufig von Menschen besucht werden. Zauber für Liebe, Geld, Heilung, Erfolg aber auch dunklere Magie wie Binde- oder Rachezauber werden auf Friedhöfen betrieben. Man kann Amulette und Werkzeuge aufladen oder Divination betreiben.

Die meisten Arbeiten involvieren dabei die Kooperation mit den Geistern der Toten. Viele glauben, dass der Geist eines Gestorbenen den Zauber verstärken kann, daher werden ihnen vor der Arbeit Opfergaben und Gebete dargebracht. Auch mediale Arbeit und Channeling wird auf Friedhöfen durchgeführt.

“Die Geister der Toten gehen auf die Friedhöfe um zu sprechen, weil die Lebenden dorthingehen um zuzuhören”

Wenn du also unsicher bist, was du tun sollst, hör genauer hin und nimm dir mehr Zeit – deine Intuition wird dich leiten, wenn du zuhörst und dir ein Zeichen senden. Aber behalte auch deine Logik bei, nicht alles auf dem Friedhof mag sein, wer es zu sein vorgibt und nicht jeder der vielleicht zu dir spricht, meint es gut. Hör auf dein Bauchgefühl.

Wenn man auf dem Friedhof mit einer Person dort arbeiten möchte, Divination oder ein Ritual machen möchte oder Graberde mitnehmen möchte, sollte man auch immer zuerst eine Opfergabe vor dem jeweiligen Grab ablegen und fragen, ob die Person heute mit einem arbeiten möchte.

Falls das nicht der Fall sein sollte und du keine Antwort bekommst, akzeptiere die Antwort und versuche es an einem anderen Tag wieder oder an einem anderen Grab. Nicht jede Person auf dem Friedhof möchte vielleicht mit dir arbeiten, manche hatten vielleicht einen starken Glauben und möchten mit einem Heiden oder einer Hexe oder gar Magie nichts zu tun haben.

Graberde übrigens immer nur vom Umfeld des Grabs nehmen, nicht vom Grab selbst direkt. Graberde hat die Energie und den Geist des Verstorbenen aufgenommen. Daher auch beim mitnehmen darauf achten, es mit Respekt zu behandeln. Am besten direkt in ein Gläschen füllen und mit Name, Geburtsdatum, Todesdatum, dem Ort und dem Datum der Mitnahme beschriften.

Generell gilt: Man nimmt nichts vom Friedhof weg ohne vorher um Erlaubnis zu fragen und etwas im Gegenzug dafür dort zu lassen. Oder anders gesagt: Nimm nichts das nicht freiwillig gegeben wurde oder fair gekauft und bezahlt wurde. Bezahlt wird mit Zeit, Gebeten, Kommunikation und Opfergaben.

Hör genau hin, vielleicht gibt der Geist mit dem du arbeiten möchtest auch eine ganz andere Sache als Preis bekannt. Überlege dir, ob dir der Preis angemessen ist und geh unverrichteter Dinge weg, falls er dir zu hoch erscheint oder etwas ist, das du nicht leisten kannst. Am Besten ist es, ein Grab häufiger zu besuchen, Opfergaben zu bringen und mit dessen Bewohner eine Beziehung aufzubauen, bevor man ihn oder sie bittet mit einem zu arbeiten.

Weiter gilt natürlich, wie bei jedem anderen Ritual auch: Erden und Zentrieren und sich selbst Schützen. Sprich mit deinen Göttern, Engeln oder Ahnen, dass sie dich schützen sollen. Ein Friedhof ist kein gefährlicher oder böser Ort, aber er ist ein Portal-Ort an dem alle möglichen Arten von Energien zu finden sind, auch welche, die du nicht mit heim nehmen willst. Bei Divination würde ich aufpassen, dass auch wirklich keine anderen Energien ins Spiel kommen und dir ein falsches Ergebnis vorgaukeln.

Beim Verlassen des Friedhofs

Danke den Geistern und Toten für Ihre Zeit, Ihre Friedlichkeit und dem Wächter für die Erlaubnis dort zu sein. Falls du Divination oder ein Ritual dort gemacht hast oder Graberde mitgenommen hast, danke den Geistern und/oder der Person mit der du gearbeitet hast auch für ihre Unterstützung.

Wenn man einen Friedhof verlässt, dann soll man gehen ohne sich umzuwenden. Das zeigt, dass man Vertrauen darin hat, dass seine Arbeit dort abgeschlossen ist und man alles erledigt hat, was man erledigen wollte. Ich gehe denselben Weg hinaus, wie ich gekommen bin (dann sollen einem die bösen Geister nicht folgen können, sagt man) und verabschiede mich von den Toten und dem Wächter. Ich sage dem Wächter ausserdem, dass ich den Friedhof allein verlasse und mir auch niemand folgen darf.

Sicherheitshalber reinige ich mich zuhause auch noch mit Räucherwerk, nur um sicherzugehen, dass niemand mitgekommen ist bzw. mir gefolgt ist.


Im Grunde sind es ganz einfach Regeln. Respekt zeigen, aufmerksam sein und auf seine Intuition und Führung hören. Viel Spaß auf dem Friedhof.

Hast du noch andere Verhaltensregeln an die du dich bei deinem Besuch auf dem Friedhof hältst? Oder kennst du Bräuche anderer Kulturen, wie man sich auf einem Friedhof verhält. Lass es mich wissen!

Ich freue mich auf deine Kommentare dazu!

Beleniels Zaubergarten - Der Hexenblog einer freifliegenden eklektischen Wicca

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